Textproben
TAGEBUCH DER STILLE

Was ist Meditation? Was heißt es, wenn ein Mensch hier und heute regelmäßig meditiert - nicht in der Abgeschiedenheit eines klösterlichen Lebens, sondern mitten im alltäglichen Leben als berufstätige Frau in der Großstadt Berlin?
Dieses Tagebuch gibt Einblick in die Erfahrungen, Beweggründe, Erlebnisse, Fragen, Anliegen, Sehnsüchte und Erkenntnisse einer Meditierenden, die – wie viele heute Praktizierende – keiner bestimmten spirituellen Tradition oder Religion angehört. Ausgehend von der täglichen Meditationspraxis, die als inneres Erlebnis in ihren vielen Facetten beschrieben wird, handelt es vor allem vom  Hineinwachsen der meditativen Erfahrung und Grundhaltung in das Erleben und die Wahrnehmung des Alltäglichen auf all den verschiedenen Ebenen, auf denen sich Menschen von heute bewegen und herausgefordert sind. 

Tagebuch der Stille
Vom alltäglichen Leben mit Meditation

neu erschienen in der Edition Steinrich 

12 x 19 cm, 224 Seiten, gebunden

€ [D] 19,90 € [A] 20,50

ISBN 978-3-942085-64-9

www.edition-steinrich.de

aus dem TAGEBUCH DER STILLE www.buddhismus-aktuell.de  2017/02 Online-Artikel

Tagebuch der Stille-Foto 
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DER FLUSS, DIE BERGE - DIE BERGE, DER FLUSS
Karin Petersen schreibt über die plötzliche Konfrontation mit dem Sterben der Eltern. Und
damit auch über die Begegnung mit großen Fragen oder Rätseln, nicht nur was deren Rolle
als Eltern betrifft. Wie begreift man aber so ein Leben? Vielleicht in einem nicht nur traurigen
Abschiednehmen von vertrauten oder rätselhaften Redensarten und Gesten, nie ausgesprochener
Sehnsucht, von schönen oder auch schmerzlichen Momenten. Und dabei wächst eine
vorsichtige Ahnung: je näher man einem Menschen kommen will, gerade auch einem »nahe
stehenden«, umso rätselhafter und spannender wird sein Leben, die ganze Kette von Zufällen,
von großen und kleinen Entscheidungen, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Ängsten,
Kompromissen und Sturheit, manchmal auch von Zuneigung und Liebe. Ein Rätsel, dem man
sich nur stellen kann, indem man es wahrnimmt, anerkennt und ihm dadurch etwas Zerbrechliches
gibt: Würde.
Dramaturgisch gekonnt entwirft der Roman in perspektivisch wechselnden Passagen, in Dialogen,
Brieftexten und historischen Momentaufnahmen ein Bild zweier Menschen, die in der
gleichen Zeit, der Zeit des Zweiten Weltkriegs, aufwachsen, davon aber ganz unterschiedlich
geprägt werden. Zwei Menschen einer Generation, die ihre Jugend, ihre Träume und Wünsche
kaum ausleben konnte und sie oft für ein ganzes Leben in sich begrub.


https://www.transit-verlag.de/produkt/der-fluss-die-berge-die-berge-der-fluss/




HEUTE IST MORGEN GESTERN - Aufzeichnungen aus einem späteren Lebensjahr

Exposé

„Hier sitzen vor den Tasten, von denen manche beschädigte, von unzähligen Anschlägen abgetragene Buchstaben zeigen. Hier sitzen und nach Jahren wieder Worte machen wollen - doch um was?“
Sie weiß, sie hat etwas zu sagen, wortgewandt und erfahren wie sie ist, die alte Frau, die sich nach langer Pause wieder an ihren Schreibtisch setzt. Will sie ihr Leben im Rückblick würdigen? Einem vermeintlichen roten Faden auf die Spur kommen? Um das Trügerische von Erinnerungen weiß sie wohl. Warum also Vergangenes erforschen? Bietet das alltägliche Abenteuer, alt zu werden, nicht Stoff genug? Schreibend tastet sie sich vor. Erst als sie befürchtet, nicht weiterzuwissen, begreift sie, dass genau dieses Suchen und damit auch die Möglichkeit des Verirrens ihrer Sicht des Lebens entspricht.
Befreit durch die Erlaubnis, sich an keine Form zu halten, an die sich auch das Leben selbst nicht hält, entfaltet sich die Fülle ihres ungewöhnlich-gewöhnlichen Alltags assoziativ von Tag zu Tag: Das Kleinste und Alltäglichste geht hier einher mit einem Ringen um große Themen wie Sterblichkeit, Seele und der Frage nach einer zeitgemäßen Spiritualität, die sich an der Durchdringung des eigenen Lebens orientiert statt an einem vorgegebenen Glaubensdogma. Ein Garten schenkt im Lauf der Jahreszeiten Trost und Beständigkeit. Die Zeiten verschmelzen ebenso miteinander wie Traum und Wirklichkeit. In Rückblenden zu einer frühen, wegweisenden Liebesbeziehung vermischen sich Fakten und Fiktion. Wie auch in den Erinnerungen an das Kind mit seiner spielerischen Wortverliebtheit, das sie einmal war und das in ihr weiterlebt. Krankheit und der Verdacht auf eine tödliche Diagnose wecken ungeahnte Kräfte. Nicht-Tun, Stille und Langsamkeit eröffnen neue Dimensionen des Erlebens wie die "Poesie des Augenblicks". Wie überhaupt dieses Tagebuch Zeugnis gibt von der menschlichen Fähigkeit, sich bei Verkleinerung des persönlichen Wirkungskreises neue, wesentliche Lebensqualitäten zu erschließen, nach denen in der aktuellen Krise viele von uns für die eigene Orientierung suchen. Am Ende, nach getaner Arbeit, steht die Frage nach dem, was bleibt...
Friederike Mayröcker spricht von den „besessenen Alten“ als einer „Generation der Unberechenbaren“. Statt sich dem Diktat ewiger Fitness und Jugendlichkeit zu beugen, können die Alten Werte und Sichtweisen einbringen, nach denen viele Menschen angesichts der globalen Krise für die eigene Verhaltensorientierung suchen. Heute ist Morgen Gestern gibt Kunde davon.
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