Fortbildungen

Achtsamkeit im pädagogischen Alltag

Fortbildung  für Teams von Kindertagesstätten

„Es ist erstaunlich, wie konstruktiv Gespräche jetzt verlaufen, weil ich wirklich zuhöre und mein Gegenüber nicht vorschnell unterbreche.“
„Mir ist klar geworden, wie ich mir selbst Stress mache. Ich presche immer vor, wenn Aufgaben anstehen und übernehme mich damit oft. 
Jetzt halte ich mich manchmal zurück und verschaffe mir damit kleine Verschnaufpausen.“
„Mir ist auf einmal das Positive an Kindern aufgefallen, die als Problemkinder gelten. Und auch auf die leisen Kinder achte ich jetzt genauer.“
Das sind Rückmeldungen von Erzieherinnen, sechs Wochen nach einer zweitägigen Achtsamkeitsfortbildung.

Achtsamkeit ist eine besondere Form von Aufmerksamkeit, die sich auf den Augenblick bezieht. Ohne Wertungen und voreiliges Eingreifen ist sie aufgeschlossen
für neue Sichtweisen und Erfahrungen. Ob durch präzise Selbstwahrnehmung, beim Beobachten von Kindern oder in der Kommunikation mit Kolleg/-innen und Eltern: Achtsamkeit
verhilft zu mehr Klarheit und erweitert Handlungsspielräume durch größere Präsenz.
Im Seminar wird die Grundhaltung von Achtsamkeit mit Hilfe der im Achtsamkeitstraining angewandten Werkzeuge geübt. Dazu gehören Körper- und Atemübungen, Meditation,

wertfreie Selbstwahrnehmung, achtsames Zuhören, der achtsame Umgang mit Gefühlen, die Erforschung individueller Stressmuster sowie praktische (all-tägliche) Schritte zur Entschleunigung.
Achtsame Selbstwahrnehmung heißt auch, um die eigenen Prioritäten, Werte und Bedürfnissen zu wissen und auf dieser Basis mit den eigenen Kräften bewusst umgehen zu können. 

Diese Form von Selbstkenntnis ist die beste Stressreduktion. Sie steigert die Konzentrationsfähigkeit, bringt mehr Ruhe und Gelassenheit mit sich und kommt auf diesem Weg allen zugute,
die am Kita-Alltag mitwirken.

Dozentin: Karin Petersen
Maximale Teilnehmerzahl: 20

Termine: 30. 09. - 01. 10. 2021 und 05. 11. 2021 (Die Teilnahme an allen drei Terminen ist

verbindlich)

Ort: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB), Jagdschloss Glienicke,
Königstr. 36b, 14109 Berlin-Wannsee
Anmeldung: sfbb.berlin-brandenburg.de Tel. 030 48481 - 120


"Versteh mich nicht so schnell" - Kinder und Gedichte


Eine Wortwerkstatt
für Erzieher*innen und alle, denen Kinder und Gedichte am Herzen liegen

"Was Lyrik einer Gesellschaft geben kann? Die Fähigkeit, vielschichtig zu denken, sich keinen Vorurteilen und Denkschablonen zu unterwerfen." - Nico Bleutgen
Gedichte aktivieren das Gehirn in komplexer Weise, denn sie sprechen die Areale für Denken, Sprache, Bilder, Melodie und Rhythmik gleichermaßen an. Um ein Gedicht zu erfassen,
muss das Gehirn alles einsetzen, was es zu bieten hat!
Mit ihrem untrüglichen Sinn für lustvolle Lernerfahrungen lieben die meisten Kinder den spielerischen Umgang mit Worten, die nicht nur Bedeutungsträger, sondern auch Klang und Rhythmus sind,
die ganz persönliche Bilder wach rufen und zu Bewegung inspirieren. Hier anknüpfend, üben wir uns darin, Kinder einzuladen, sich im bewegten Spiel mit Rhythmus und Wortklang von Poesie 

dieser anzunähern, ohne ihr Rätsel lösen zu müssen. Wir gehen mit Kindern Worte sammeln, werden still und hören zu - auch den Worten der Kinder zu Gedichten, die einen kreativen Dialog eröffnen können.
So erleben Kinder auf ihre ganz eigene unverwechselbare, lebendige Art den Reichtum von Poesie, die auch Fragen unseres Menschseins anspricht, für die unser zweckoptimiertes Alltagsdenken oft keinen Raum lässt.

Dozentin: Karin Petersen

Zeit: 28.10 - 29.10. 2021
Ort: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg, Königstraße 36 B, 14109 Berlin

Anmeldung: www.sfbb.berlin-brandenburg.de 
Tel. 030 484810  
Email: info@sfbb-brandenburg.de


RESILIENZ DURCH SELBSTWERTSCHÄTZUNG

Oft enthalten wir uns selbst vor, was wir anderen so überreichlich schenken: Freundlichkeit, Verständnis und Mitgefühl. Stattdessen messen wir uns an den 
eigenen überhöhten Anforderungen und verurteilen uns innerlich, wenn wir diese nicht erfüllen. Gerade in schwierigen Zeiten lassen wir uns selbst im Stich, 
indem wir uns für Unzulänglichkeiten kritisieren. Diese Selbstabwertung schwächt uns.
Selbstwertschätzung hingegen heißt,  uns genau dann mit Wohlwollen zu begegnen, wenn wir es am dringendsten brauchen. Um diese Form von Selbstfürsorge
bewusst zu aktivieren, üben wir uns in achtsamer, wertfreier Selbstwahrnehmung. Auf dieser Grundlage können wir uns mit den eigenen Stressmustern 
und inneren Kritikerstimmen vertraut machen, ohne uns für diese zu verurteilen. 

Freundliche Selbstzuwendung beinhaltet auch

- die eigenen Grenzen zu spüren und zu achten

- uns mit Freundlichkeit statt Kritik zu motivieren

- zu wissen, was uns  gut  tut und es zu tun

- zu geben, ohne uns zu verausgaben

- uns anderen Menschen verbunden zu fühlen, in dem Wissen, dass auch sie im Leben auf Hindernisse stoßen.

So entwickeln wir die Stärke, auch da ohne Selbstabwertung zu uns zu stehen, wo sich unsere menschliche Unvollkommenheit zeigt, Schwieriges wahrzunehmen,
ohne uns davon überwältigen zu lassen, und uns und unseren Mitmenschen authentisch, offen und wohlwollend zu begegnen.

 Dozentin: Karin Petersen

Teilnehmerzahl: max. 20

Termine04. 03. - 05.03. und 16.04. 2021 (die Teilnahme an allen drei Terminen ist verbindlich)

Ort: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg, Königstraße 36 B, 14109 Berlin

Anmeldung: www.sfbb.berlin-brandenburg.de 
Tel. 030 484810  
Email: info@sfbb-brandenburg.de