Fortbildungen

Achtsamkeit im pädagogischen Alltag

Fortbildung  für Teams von Kindertagesstätten

Termin nach Vereinbarung 

„Es ist erstaunlich, wie konstruktiv Gespräche jetzt verlaufen, weil ich wirklich zuhöre und mein Gegenüber nicht vorschnell unterbreche.“
„Mir ist klar geworden, wie ich mir selbst Stress mache. Ich presche immer vor, wenn Aufgaben anstehen und übernehme mich damit oft. 
Jetzt halte ich mich manchmal zurück und verschaffe mir damit kleine Verschnaufpausen.“
„Mir ist auf einmal das Positive an Kindern aufgefallen, die als Problemkinder gelten. Und auch auf die leisen Kinder achte ich jetzt genauer.“

Das sind Rückmeldungen von Erzieherinnen, sechs Wochen nach einer zweitägigen Achtsamkeitsfortbildung.

Achtsamkeit ist eine besondere Form der Aufmerksamkeit, die sich bewusst auf die Erfahrung in der Gegenwart ausrichtet, ohne vorschnell 
zu urteilen. Das Achtsamkeits-Training verbindet Erkenntnisse östlicher Weisheitstraditionen mit Forschungsergebnissen der modernen 
westlichen Medizin und Hirnforschung. Der Neurowissenschaftler Gerald Hüther, der sich für eine bewusste, intelligente und liebevolle Erziehung engagiert,
bezeichnet Achtsamkeit als „beste Wartungsmaßnahme für das menschliche Gehirn“.

Im pädagogischen Alltag heißt Achtsamkeit, ohne Wertungen und voreiliges Eingreifen offen zu sein für neue Wahrnehmungen und Erfahrungen. 
In dieser Fortbildung üben wir uns in der Grundhaltung der Achtsamkeit mit Hilfe der im Achtsamkeitstraining angewandten Werkzeuge. Dazu gehören 
Körper- und Atemübungen, achtsame Selbstwahrnehmung, aufmerksames Zuhören, die Erforschung individueller Stressmuster sowie praktische Schritte
zur Entschleunigung im Arbeitsalltag. 
Wir wenden diese grundlegende Form von nicht wertender Präsenz auch auf das Beispiel Lerngeschichten an und werfen einen Blick 
auf das Thema „Achtsamer Umgang mit kindlichen Emotionen“. 
Und wir überlegen konkrete Schritte, wie das Team Achtsamkeit in den (Arbeits-)Alltag einbauen kann.  

Stressreduktion, Akzeptanz, Wertschätzung sowie der bewusste Umgang mit den eigenen Kräften – 
diese möglichen Folgen  des Trainings in Achtsamkeit verbessern die Konzentrationsfähigkeit, erweitern den Handlungsspielraum und bringen mehr 
Ruhe und Gelassenheit in alle Bereiche des Kita-Alltags.

Zeitliches Format:
Damit das Achtsamkeitstraining greift, ist ein zeitliches Format von mindestens zwei fortlaufenden Tagen erforderlich. Ideal wären weitere regelmäßige
Vertiefungstage in längeren Abständen, um das Erlernte aufzufrischen und zu festigen.

Dozentin:
Karin Petersen, Autorin, Übersetzerin und Dozentin (siehe auch Fortbildungsprogramme Kindertagesstätten Nordwest, Eigenbetrieb von Berlin,
und des SFBB, Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut für Berlin und Brandenburg).

Termine werden noch bekannt gegeben.

 Kontakt: 
Karin Petersen, Teutonenstraße 24, 14129 Berlin, Tel. 030 – 803 21 09
Mail: k-petersen@gmx.de 




RESILIENZ DURCH SELBSTWERTSCHÄTZUNG

Oft enthalten wir uns selbst vor, was wir anderen so überreichlich schenken: Freundlichkeit, Verständnis und Mitgefühl. Stattdessen messen wir uns an den 
eigenen überhöhten Anforderungen und verurteilen uns innerlich, wenn wir diese nicht erfüllen. Gerade in schwierigen Zeiten lassen wir uns selbst im Stich, 
indem wir uns für Unzulänglichkeiten kritisieren. Diese Selbstabwertung schwächt uns.
Selbstwertschätzung hingegen heißt,  uns genau dann mit Wohlwollen zu begegnen, wenn wir es am dringendsten brauchen. Um diese Form von Selbstfürsorge
bewusst zu aktivieren, üben wir uns in achtsamer, wertfreier Selbstwahrnehmung. Auf dieser Grundlage können wir uns mit den eigenen Stressmustern 
und inneren Kritikerstimmen vertraut machen, ohne uns für diese zu verurteilen. 

Freundliche Selbstzuwendung beinhaltet auch

- die eigenen Grenzen zu spüren und zu achten

- uns mit Freundlichkeit statt Kritik zu motivieren

- zu wissen, was uns  gut  tut und es zu tun

- zu geben, ohne uns zu verausgaben

- uns anderen Menschen verbunden zu fühlen, in dem Wissen, dass auch sie im Leben auf Hindernisse stoßen.

So entwickeln wir die Stärke, auch da ohne Selbstabwertung zu uns zu stehen, wo sich unsere menschliche Unvollkommenheit zeigt, Schwieriges wahrzunehmen,
ohne uns davon überwältigen zu lassen, und uns und unseren Mitmenschen authentisch, offen und wohlwollend zu begegnen.

 Dozentin: Karin Petersen

Teilnehmerzahl: max. 20

Termine: 20. 09. und 21.09., 05.11. 2018  jeweils von 9 - 16.30 Uhr

Ort: SFBB, Jagdschloss Glienicke Königstraße 36b, 14109 Berlin-Wannsee

Anmeldung:(bis zum 02.08. 2018): sfbb.berlin-brandenburg.de

 (die Teilnahme an allen drei Terminen ist verbindlich).

Karin Petersen, Teutonenstraße 24, 14129 Berlin, Tel. 803 21 09, k-petersen@gmx.de


ANLEITUNG ZUM MÜßIGGANG

 Mit unserer Leistungsorientiertheit bis in den Freizeitbereich laufen wir oft auf Hochtouren, ohne einmal herunterzuschalten oder gar den Leerlauf einzulegen. Eine Folge davon ist,  dass Burnout und andere stressbedingte Erkrankungen besorgniserregende Ausmaße annehmen. Genau hier ist Müßiggang als spielerische Absichtslosigkeit, die uns keine Leistungen abverlangt, für unsere psycho-soziale Balance gefragt.  

 Dabei ist Muße paradoxerweise aller guter Ideen Anfang.   Kreative Eingebungen haben wir häufig genau dann, wenn wir uns entspannt zurücklehnen. Doch ist dieser Seinsmodus nicht auf Nichtstun beschränkt - ein inspirierendes Gespräch, Waldspaziergänge, das Hören von Musik oder Poesie, ja, selbst bestimmte Arbeiten vermitteln uns Augenblicke, die ihren Wert in sich selbst tragen und nicht der allgemeinen Verwertungslogik unterworfen sind. Auch unser Gehirn ist im Mußezustand nicht untätig: Da werden Netzwerke neu organisiert, das Gedächtnis sortiert und Gelerntes verarbeitet, was unabdingbar für klares Denken ist  und uns wie von selbst neue Einfälle, wenn nicht plötzliche Geistesblitze schenkt.

 Und so üben wir uns in der Kunst des Müßiggangs, indem wir

            unsere individuellen Stressmuster erforschen

            uns mit Hilfe von Methoden aus dem Achtsamkeitstraining in wertfreier           

            Selbstwahrnehmung und Entschleunigung üben

            das schöpferische Potenzial von Muße mit Übungen aus dem Kreativen Schreiben erforschen

und uns fragen:

            Was ist für mich im Leben wesentlich?

            Welche Form von Müßiggang passt zu mir?

            Wie kann ich Mußezeiten als schöpferische Pausen bewusst in meinen (Arbeits-)         Alltag einbauen?

Dozentin: Karin Petersen

Teilnehmerzahl: max. 20
Termin wird noch bekannt gegeben 

Karin Petersen, Teutonenstraße 24, 14129 Berlin, Tel. 803 21 09, k-petersen@gmx.de